Erkältung
Eine akute Rachenentzündung wird zu 90% durch Viren ausgelöst (= viral). Die Viren verbreiten sich beim Sprechen, Niesen und Husten durch Tröpfcheninfektion. Der Körper reagiert darauf mit einer Entzündung, es kommt zu einer schmerzhaften Rötung und Schwellung des Rachens. Weitere mögliche Symptome sind: Schluckbeschwerden, geschwollene Lymphknoten an Unterkiefer und Hals, Fieber.
Wieso ist die Unterscheidung zwischen der viralen und bakteriellen Rachenentzündung für die Behandlung so wichtig? Die in verschiedenen Medikamenten enthaltenen Antibiotika bekämpfen zwar erfolgreich die Bakterien, nicht jedoch die Viren!
Bei einer viralen Rachenentzündung – in 90% der Fall bei akuten Halsschmerzen – sollte der Einsatz von antibiotikahaltigen Präparaten vermieden werden. Der leichtfertige Gebrauch von Antibiotika führt dazu, dass die Bakterien resistent werden. Solche Antibiotika-Resistenzen können die Behandlung von lebensbedrohlichen bakteriellen Infektionen, z. B. Blutvergiftung oder Lungenentzündung, erschweren oder sogar verunmöglichen.
Nach ca. 2 bis 3 Tagen erreicht die Rachenentzündung ihren Höhepunkt und die Beschwerden klingen innerhalb weniger Tage ab. Tritt nach einer Woche keine Besserung ein, ist der Gang zum Arzt angezeigt.